Utøya-Denkmal am Tyrifjord

Norwegen hat am 18. Juni 2022 ein Denkmal für die Opfer des Massakers von Neonazi Anders Behring Breivik im Jahr 2011 eingeweiht, das aus 77 Bronzesäulen besteht, die jeden der Toten darstellen.

An der Zeremonie, die fast elf Jahre nach dem tödlichsten Angriff des Landes in Friedenszeiten stattfand, nahmen unter anderem Überlebende, Familien und Freunde der Opfer, Premierminister Jonas Gahr Store sowie Kronprinz Haakon teil.

Das Denkmal, das sich am Anleger befindet, wo die Menschen die Fähre zur Insel Utøya nehmen, besteht aus einer geschwungenen Treppe am Wasser. Am Fuß der Stufen befinden sich 77 schmale Bronzesäulen, deren erster Bogen auf die Sonne gerichtet ist, wie sie am Himmel stand, als die Bombe in Oslo explodierte. Der zweite Bogen ist auf die Sonne gerichtet, wie sie während des Angriffs auf Utøya am Himmel stand.

Am 22. Juli 2011 zündete Breivik eine LKW-Bombe in der Nähe der Regierungsgebäude in Oslo und tötete acht Menschen, bevor er zur Insel Utøya fuhr. Dort erschoss er, als Polizist verkleidet, 69 weitere, meist Teenager, die an einem Sommercamp der Jugend der Arbeiterrpartei teilnahmen. Er sagte, er habe seine Opfer getötet, weil sie den Multikulturalismus angenommen hätten.

Der heute 43-jährige Breivik wurde 2012 zu 21 Jahren Gefängnis verurteilt, Norwegens damals härtester Strafe, die verlängert werden kann, solange er als Bedrohung für die Gesellschaft gilt. Er wurde damals zu einer Mindeststrafe von 10 Jahren verurteilt, bevor er eine Bewährung beantragen konnte, was er im Januar 2022 tat. Ein Gericht lehnte seinen Antrag im Februar 2022 mit der Begründung ab, er bleibe ein Risiko für die Gesellschaft.

Utøya 1
Utøya 2
Utøya 3
Utøya 1
Karte Utøya
Karte Utøya

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Dietmar Anders, Malente